
… als solche könnte man das juristische Verhalten mancher Web 2.0 Seifenblasen durchaus bezeichnen. Armut, diesen Titel trägt jedoch auch eines der früheren Werke des Ausnahmetalentes Klaus Kinski.
Armut
Eingeknüpft in scharfe Fetzen die den Weg vereisen, tragen sie das rohe Eisen einer unsichtbaren Wut,
Wie geprügeltes Gehirn aus dem harten Schoß, bläht ein Schoß und verscheucht sich wieder,
und der Kinder wilde Schicht kommt nicht ganz zur Welt, denn ein eigenes Gesicht kostet Geld.
Vor der Höhle hinterm Leben schreit das Blut nach unten, und aus einem toten Klumpen weinen Hände.
Wem dieser Text nun etwas befremdlich anmuten mag sei hiemit gewarnt: Weitere lyrische Ergüsse, welche sich im Buch “Fieber – Tagebuch eines Aussätzigen” finden, sind um einiges schwerer zugänglich als dieses Gedicht.
Die Werke Klaus Kinskis werden derzeit von seinem Sohn Nickolai Kinski rezitiert. Ein Besuch der Lesung lohnt sich mit Sicherheit, auch wenn er seinem Vater in Punkto Intensität natürlich nicht das Wasser reichen wird können.
