Sozialistische Jugend hetzt gegen demokratisch legitimierte Politiker
7. April 2010 von Eric
“Wien wehrt sich”, so tönt es im Blog von Peko Baxant, dem Jugendsprecher der SPÖ Wien. Der Grund? Die bevorstehenden Bundespräsidenten- und Wiener Gemeinderatswahlen.
Mit einer als “Lichtertanz” bezeichneten Demonstration hatte die sozialistische Jugend am 25. März unter Beisein einiger “Prominenz” (unter Anderem Alfons Haider, nach dessen eigener Aussage Österreich ein “verschissenes, verlogenes Land” ist) gegen die Anwärterin für das Bundespräsidentenamt, Barbara Rosenkranz, mobil gemacht. Für den 30. April schwört Peko Baxant nun seine Anhänger zum “Fackelzug” gegen den Bundesparteiobmann der FPÖ, Heinz Christian Strache, ein.
Der Sinn des ganzen Spektakels entzieht sich mir völlig, denn Politiker müssen bei einer Wahl geschlagen werden, nicht durch das oktroyieren einer Meinung durch eine Demonstration gegen eine spezifische Person, wie es die heutige linke Jugend so gerne praktiziert.
Weit her kanns mit der oft gepredigten Toleranz in der SJ jedenfalls nicht sein, wenn man sich ansieht wie sich die rund 3000 Demonstranten Sticker und Shirts mit durchgestrichenem Rosenkranz Foto anheften, und dabei übersehen dass sie durch diese Menschenhatz nur einen weiteren Beitrag zur Radikalisierung unserer Gesellschaft leisten.
Diese primitive und kleingeistige Linie der “Jugendvertretung” schadet der SPÖ aus meiner Sicht massiv. Ein Fackelzug gegen Einzelpersonen ist sicherlich der falsche Weg um Politik zu betreiben, da ist es bis zum Lynchmob nur noch ein kleiner Schritt! Von Dr. Heinz Fischer hätte ich mir, aufgrund seiner überparteilichen Position, eine klare Distanzierung erwünscht und erwartet.
